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Kirchen im Naturpark

Rund um den Jauerling finden sich eine Reihe sehenswerter, bedeutender Kirchen.

Die gotische Pfarrkirche Weiten spielte bei der Christianisierung der Region eine wichtige Rolle und wird auch als Mutterkirche Weiten bezeichnet. Charakteristisch sind der abseits stehende Turm sowie die Durchfahrt unter der Kirche im Bereich des Altars. Erbaut wurde die Kirche in der Zeit von 1330 bis 1360, im Jahre 1473 erfolgte die Erweiterung zur Wehrkirche. Etwas Besonderes sind der gotische Chor sowie die berühmten Maßwerkfenster mit Glasmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

Wallfahrtskirche Heiligenblut/Raxendorf
Dar gotische Bau mit einem dreischiffigen Langhaus, Kreuz- und Netzrippengewölbe und hohen Spitzbogenfenstern stammt aus dem 15. Jahrhundert. Eine kunsthistorische Besonderheit sind zwei original erhaltene gotische Glasfenster aus dem Jahr 1498 und ein 8 m hohes gotisches Sakramentshäuschen. An die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1411 erinnert die Ursprungkapelle. Die Heiligenbluter Wallfahrtskirche ist einzigartig in Niederösterreich. Der Innenraum der Wallfahrtskirch muss dringend saniert werden (Kostenpunkt 275.000 Euro). Der Verein "Freunde der Wallfahrtskirche Heiligenblut" bemüht sich um Spenden. Wenn auch Sie zur Rettung der Heiligenbluter Kirche beitragen möchten, spenden Sie bitte an: "Freunde der Wallfahrtskirche Heiligenblut" Konto-Nr. 4602231, BLZ 32651.

Die Pfarrkirche Maria Laach zieht als Wallfahrtskirche zahlreiche Pilger an. Die aus dem 14. Jhdt. stammende Kirche beherbergt zahlreiche Kunstschätze, wie den gotischen Doppelflügelaltar und das Gnadenbild „Maria Sechsfinger“. Sie gehört zu den wenigen Kunstschätzen des Landes, dessen mittelalterliche Ausstattung fast unvermindert erhalten ist.
Führungen auch mit Andacht nach telefonischer Voranmeldung möglich.
Kontakt: Pfarramt Maria Laach, 02712-8339

Pfarrkirche Spitz
Die erste urkundliche Nachricht über ein Gotteshaus stammt aus dem Jahr 1163. Ende des 14. Jhdts. erfolgte ein gotischer Umbau der Pfarrkirche, die oft als der Dom der Wachau bezeichnet wird. Einige Besonderheiten, wie der Knick im Mittelschiff, machen dieses Gotteshaus auch für Kunsthistoriker interessant.

Pfarrkirche Niederranna
Das Kirchengebäude in Niederranna stammt mit dem gotischen Chor aus der 1. Hälfte des 15. Jhdts., das auffallend breite, saalartige Langhaus gehört dem 18. Jahrhundert an. In der Kirche befinden sich zwei Gemälde, Spätwerke des Kremser Schmidt (Taufe Jesu, Heimkehr des verlorenen Sohnes).

Pfarrkirche Aggsbach
Die Pfarrkirche ist eine ehemals spätromanische, flach gedeckte, dreischiffige Pfeilerbasilika mit erhöhtem Mittelschiff und gotischem Kreuzrippengewölbe. Bemerkenswert sind spätbarocke Skulpturen, ein Ölbild (Schule des Kremser Schmidt), zwei Holztafelbilder, die Kanzel, das Taufbecken, die Kreuzwegbilder sowie die im Kircheninneren, an den Außenwänden und in den Boden eingelassenen antiken Grabplatten. Sie erzählen einiges aus der Geschichte der Pfarre und des Ortes.

Pfarrkirche Emmersdorf
Die auf einem Felsen hoch über der Donau stehende, im ehemaligen Wehrkirchhof liegende, weithin sichtbare Pfarrkirche ist dem Hl. Nikolaus geweiht. Bei den Grabungsarbeiten für die Kirchenheizung im August 1970 wurden im Presbyterium Reste einer romanischen Apsis und in einer gemauerten Gruft die Grabgelege der Familie Hoyos und einige Priestergräber entdeckt. Am 11. September 2005 wurde am Kirchturm zum zweiten Mal ein neues Kreuz abgestellt.

Kirche Schwallenbach
Die Kirche von Schwallenbach geht auf eine Kapelle aus dem Jahre 1420 zurück, die dem Hl. Sigismund geweiht wurde. Strebepfeiler und Gewölberippen deuten auf den spätgotischen Stil hin. Eine Marienstatue der Kirche ist aus dem Jahre 1515 erhalten, der barocke Altar wurde 1724 vom Bischof aus Passau eingeweiht. Das dem Hl. Sigismund gewidmete Altarbild von Martin Johann Schmidt stammt aus dem Jahre 1767.

Netzrippengewölbe im Mittelschiff in der
Wallfahrtskirche hl. Andreas in
Heiligenblut/Raxendorf

© Arbeitskreis Wachau/M. Schimek