Kulturlandschaft zählt!

Kulturlandschaft zählt! 2019-02-28T16:00:39+01:00

Naturräume und Kulturlandschaften sind im Naturpark Jauerling-Wachau untrennbar miteinander verbunden. Die nahe Donau begünstigt ein warmes, pannonisch beeinflusstes Klima, artenreiche Hangschluchtenwälder und Trockenrasen. Der Wechsel von felsigen Steilhängen und offenen Talweitungen, dichten Wäldern und kleinteiligen Agrarlandschaften prägt die jahrhundertealte Kulturlandschaft des Naturparks. Die besondere geologische, klimatische und landschaftliche Vielfalt spiegelt sich in einer artenreichen Flora und Fauna wider.

Christbaumzucht:

Der Jauerling hat sich in den letzten Jahrzehnten zum größten Anbaugebiet für Weihnachtsbäume in Österreich entwickelt. Maria Laach gilt als die größte Christbaumgemeinde Österreichs überhaupt. Zur Zeit sind knapp 500 Hektar mit Christbäumen bepflanzt. Die Christbaumzucht hat sich zum wichtigsten und erfolgreichsten Standbein der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe entwickelt.

Hier erfahren Sie mehr

Marillen- und Obstbau:

Durch die aromatischen und geschmacklichen Besonderheiten der Früchte aus den Naturparkgemeinden Aggsbach, Emmersdorf, Maria Laach, Mühldorf und Spitz hat die Europäische Union die Wachauer Marille als „Geschützte Ursprungsbezeichnung“ registriert. Nur wenige Tage lang, gegen den 10. April, überzieht die Marillenblüte der 100.000 Marillenbäume die Region mit einem weißen Blütenkleid. Die schönste und größte zusammenhängende Blüten- und Marillenbaumfläche liegt am Fuß des Jauerlings zwischen den Ortschaften Groisbach und Schwallenbach.

Hier erfahren Sie mehr

Weinbau:

Das Weinbaugebiet Wachau umfasst knapp 1.400 Hektar und ist durch Steinterrassen, Steillagen und intensive Handarbeit geprägt. Die drei Naturparkgemeinden Aggsbach, Mühldorf und Spitz sind Teil des Weinbaugebietes Wachau. Im Seitental Spitzer Graben befinden sich die höchsten und steilsten Terrassen der Wachau. Die Weine aus der Wachau gehören zu den international renommiertesten Weißweinen. Empfehlenswert: App „mywachau“ – der neue digitale Schlüssel zu Weingütern, Heurigen und Rieden der Wachau.

Hier erfahren Sie mehr

Naturräume:

Das Miteinander von Flusslandschaft, Trockenrasen, Hangwiesen, naturnahen Wäldern, Weinterrassen, Obstgärten und kleinstrukturierten Landschaftselementen macht die ökologische Bedeutung des Naturparks aus. Die unterschiedlichen Lebensräume sind Refugien für 30 verschiedene Orchideen (z. B. Adriatische Riemenzunge) und über 100 Schmetterlingsarten. Seltene Vogelarten wie Wanderfalke, Schwarzstorch, Uhu, Eisvogel und Wiedehopf sind zu beobachten, Bienenfresser und Seeadler sind regelmäßige Gäste. In den Nebengewässern und wellenschlaggeschützten Seichtwasserzonen der Donau können Jungfische überleben. Über 50 Fischarten – wie Huchen und Nasen – sowie Biber und Fischotter sind zu finden. In den Wiesen sind Ziesel, Gottesanbeterin und Sägeschrecke angesiedelt und das Wappentier der Wachau – die Smaragdeidechse – fühlt sich besonders in den traditionellen und ökologisch wertvollen Trockensteinmauern wohl.