Blumenwiesen, urige Wälder und beeindruckende Panorama-Aussichten
Mit seinen artenreichen Wiesen, blühenden Obstgärten, sanften Tälern und schroffen Abhängen bietet der Jauerling eine Landschaft der Sonderklasse. Der Naturpark Jauerling-Wachau erstreckt sich über die 7 Naturparkgemeinden Maria Laach, Mühldorf, Spitz, Aggsbach, Emmersdorf, Weiten und Raxendorf.
Die Region ist Flusslandschaft, Wald-, Weinbau- und Grünlandgebiet zugleich und geprägt von charakteristischen, ursprünglichen Feld und Wiesenfluren, ruhigen Wäldern, artenreichen Streuobstwiesen und sanften Tälern mit authentischen Dörfern und bildet dadurch ein einzigartiges historisches und kulturelles Ensemble.
Fantastische Ausblicke vom Dach der Wachau
960 m ragt der Jauerling empor – kein anderer Berg an der 2.850 km langen Donau ist höher als der aussichtsreiche Jauerling. Der Jauerling ist Bindeglied der Regionen UNESCO-Weltkulturerbe Wachau und Südliches Waldviertel und bietet fantastische Ausblicke bis in den Wienerwald, zu den Alpen und in die Böhmische Masse.
Blumenwiesen wie damals
Die artenreichen Jauerlinger Wiesen bilden gemeinsam mit den urigen Naturwäldern im Donautal die Naturhighlights der Region. Wiese ist nicht gleich Wiese: je nach Standort bilden sich Glatthaferwiesen, Borstgrasrasen, Pfeifengraswiesen bis hin zu Orchideen-Trockenrasen und osteuropäischen Steppen mit Kuhschellen und Federgras. Diese bunte Vielfalt wird durch ein fortwährendes Summen, Flattern und Hüpfen unzähliger Insekten begleitet, das zum Lauschen und Beobachten einlädt und Kindheitserinnerungen weckt. Streuobstwiesen am Rand der Dörfer ergänzen das Landschaftsbild. Zwischen den Ortschaften Groisbach und Schwallenbach in der Wachau befindet sich die größte zusammenhängende Fläche mit Marillenbäumen.
Im Wandel der Zeit
Aufgrund der Rahmenbedingungen in der modernen Landwirtschaft ist die Viehhaltung in den Tallagen der Wachau und desSpitzer Grabens fast zur Gänze eingestelltworden und damit sind die hier ganz besonders artenreichen Wiesen zum Großteil unter Fichtenaufforstungen verschwunden. Durch die Intensivierung der Grünlandnutzung oder die Umwandlung in Christbaumkulturen, die sich als wichtiges Zusatzeinkommen für viele Landwirt*innen im Gebiet etabliert haben, sind die Blumenwiesen heute gefährdet. Auch die Aufgabe der Bewirtschaftung stellt eine Bedrohung dar. Denn wenn die Wiesen nicht mehr gepflegt werden, wachsen sie innerhalb weniger Jahre mit Sträuchern zu und verlieren dadurch auf Dauer an Artenvielfalt.
Idyllische Dörfer mit Charakter
Die Naturparkregion ist auch geprägt von liebevollen Ortschaften und blühenden Weilern, an denen die Weitwanderwege Jauerling-Runde und Welterbesteig Wachau entlang führen. Mit ihren Kirchen, Kapellen, Dorfplätzen und Hofläden vermitteln sie ein lebendiges Landleben.