Neuntöter

Der Neuntöter ist ein typischer Vogel unserer traditionellen Kulturlandschaft: Er brütet in dichten Sträuchern und Hecken, jagt über extensiv genutzten Wiesen und Weiden und zieht im Herbst zum Überwintern nach Afrika.

 

©Lanius

So erkennt man ihn

Der Neuntöter ist etwa spatzengroß. Besonders auffällig ist das Männchen: grauer Kopf, rotbrauner Rücken und eine schwarze „Augenmaske“. Das Weibchen ist dezenter braun gefärbt und damit im Gebüsch gut getarnt.

Warum er so heißt

Der Name klingt dramatisch – hat aber eine einfache Erklärung: Der Neuntöter erbeutet vor allem größere Insekten (selten auch kleine Wirbeltiere) und spießt sie manchmal auf Dornen oder spitze Ästchen. Das ist keine „Grausamkeit“, sondern clevere Vorratshaltung: So hat er später Nahrung, wenn gerade weniger Beute unterwegs ist.

Lebensraum mit Struktur

Am wohlsten fühlt sich der Neuntöter dort, wo die Landschaft abwechslungsreich ist:

  • Hecken und Sträucher als Brutplätze und Ansitzwarten
  • lückige, artenreiche Wiesen mit vielen Insekten
  • terrassierte Hänge und kleinräumige Strukturen, wie sie für die Wachau typisch sind

Wo Hecken verschwinden und Wiesen sehr intensiv genutzt werden, wird es für ihn schwierig. Darum ist der Erhalt von Heckenlandschaften und einer naturnah gepflegten Kulturlandschaft so wichtig – auch für diese EU-weit geschützte Art.