Der Neuntöter ist etwa spatzengroß. Besonders auffällig ist das Männchen: grauer Kopf, rotbrauner Rücken und eine schwarze „Augenmaske“. Das Weibchen ist dezenter braun gefärbt und damit im Gebüsch gut getarnt.
Der Name klingt dramatisch – hat aber eine einfache Erklärung: Der Neuntöter erbeutet vor allem größere Insekten (selten auch kleine Wirbeltiere) und spießt sie manchmal auf Dornen oder spitze Ästchen. Das ist keine „Grausamkeit“, sondern clevere Vorratshaltung: So hat er später Nahrung, wenn gerade weniger Beute unterwegs ist.
Am wohlsten fühlt sich der Neuntöter dort, wo die Landschaft abwechslungsreich ist:
Wo Hecken verschwinden und Wiesen sehr intensiv genutzt werden, wird es für ihn schwierig. Darum ist der Erhalt von Heckenlandschaften und einer naturnah gepflegten Kulturlandschaft so wichtig – auch für diese EU-weit geschützte Art.