Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz

Der Schwalbenschwanz ist einer der attraktivsten heimischen Tagfalter und wird wohl von den meisten Leuten aufgrund seiner auffälligen Größe, der gelb-schwarzen Musterung und den Schwänzchen an den Hinterflügeln leicht erkannt. Während der Schmetterling auf weit verbreiteten Pflanzen wie Rotklee, Löwenzahn und Disteln nach Nektar ucht, ernähren sich die Raupen hauptsächlich von Doldenblütlern. Besonders beliebt ist die Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota), der Pastinak (Pastinaca sativa) oder die Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga), allesamt Arten, die in den trockenen, mageren Glatthaferwiesen vorkommen.

Die Raupe des Schwalbenschwanzes heftet sich zur Verpuppung an einen Stängel und überwintert auch auf diese Weise. Mit unserem Ordnungssinn, im Herbst Wiesen, Wegränder und Gärten aufzuräumen, rauben wir nicht nur vielen Schmetterlingen, die auch im Winter bei uns leben (z.B. Wintereulen) oder oberirdisch überwinternde Arten die (Über-) Lebensgrundlage, sondern auch zahllosen weiteren Kleintieren. Etwas "Unordnung" hilft daher die Biodiversität in unseren Landschaften wieder zu erhöhen.

©Eduard Stummvoll

Schwalbenschwanz

Der Schwalbenschwanz zählt zu den schönsten heimischen Tagfaltern – und ist leicht zu erkennen: groß, leuchtend gelb-schwarz gemustert und mit den typischen „Schwänzchen“ an den Hinterflügeln.

So lebt er

Erwachsene Falter besuchen gerne blühende Wiesenpflanzen wie Rotklee, Löwenzahn und Disteln, um Nektar zu trinken. Die Raupen haben andere Vorlieben: Sie fressen vor allem an Doldenblütlern. Besonders wichtig sind dabei die Wilde Möhre, Pastinak und die Kleine Bibernelle – Pflanzen, die bei uns in trockenen, mageren Wiesen (Glatthaferwiesen) wachsen.

Vom Ei bis zum Falter

Wenn die Raupe groß genug ist, befestigt sie sich zur Verpuppung an einem Stängel. So kann sie auch überwintern – gut geschützt, wenn man ihr den Platz lässt.

Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung

Gerade im Herbst hilft es, nicht alles „blitzblank“ zu machen: Wer Wiesenränder, Wegränder oder Garten-Ecken ein bisschen „unaufgeräumt“ lässt, bewahrt wichtige Rückzugsorte für viele Insekten und andere Kleintiere. Etwas natürliche Unordnung ist daher ein einfacher, wirkungsvoller Schritt für mehr Vielfalt in unserer Kulturlandschaft.