Sibirische Schwertlilie

Die Sibirische Schwertlilie gehört zu den prächtigsten Pflanzen unserer Feuchtwiesen. Sie liebt kalkhaltige, wechselfeuchte bis nasse Ton- und Schlickböden – Bedingungen, die nur an wenigen Orten vorkommen. Darum findet man sie im Waldviertel nur an ausgewählten Standorten. Ihr Rückzugsraum sind vor allem ungedüngte, spät gemähte Streuwiesen.

 

©Verein der NÖ Naturparke

Woran man sie erkennt

Der deutsche Name bezieht sich auf ihre schwertförmigen Blätter. Bei der Sibirischen Schwertlilie sind diese Blätter allerdings relativ schmal und wirken fast grasartig – ein schönes Erkennungsmerkmal.

Blütezeit: ein Highlight im Spätfrühling

Ende Mai bis Anfang Juni zeigt sie ihre blauen Blüten. Die äußeren Blütenblätter sind nach unten gebogen und dunkelblau bis violett geädert. Diese feine Zeichnung ist nicht nur hübsch, sondern auch praktisch: Sie dient Insekten als Wegweiser zum Nektar. Besonders gerne kommen langrüsselige Hummeln zu Besuch.

Wissenswert

Ihr botanischer Name Iris geht auf die griechische Göttin des Regenbogens zurück. Und weil die Sibirische Schwertlilie so eindrucksvoll ist, wird sie – in verschiedenen Varietäten – auch im Gartenbau als Zierpflanze verwendet.