Böhmischer Enzian

Der Böhmische Enzian ist eine echte Besonderheit des Jauerling-Gebiets – und für viele das botanische Aushängeschild unserer Kulturlandschaft. Sein Vorkommen ist – wie der Name verrät – auf die Böhmische Masse beschränkt (Teile von Bayern, Tschechien und Österreich). Im Waldviertel sind nur rund 20 Standorte bekannt; zwei der größten Populationen liegen im Naturpark Jauerling-Wachau.

©Mathilde Stallegger//Naturpark Jauerling-Wachau

Ein Spezialist für magere Wiesen

Der Böhmische Enzian ist eine kleine, zarte Pflanze, die nur in niedrigwüchsigen Magerrasen gute Bedingungen findet. Genau diese mageren, lichtreichen Wiesen sind daher besonders wertvoll – und brauchen eine Pflege, die zur Art passt.

Pflege mit Fingerspitzengefühl

Weil der Böhmische Enzian eher kurzlebig ist, ist eine erfolgreiche Samenbildung entscheidend. Wichtig für die Bewirtschaftung:

  • Mahd erst nach der Samenreife, damit sich die Pflanze wieder aussäen kann.

Zwei Blühzeiten

Beim Böhmischen Enzian gibt es zwei unterschiedliche Formen:

  • Frühblüher: Mai/Juni
  • Herbstblüher: August/September

So lohnt sich ein genauer Blick gleich zweimal im Jahr – im Frühsommer und noch einmal, wenn der Spätsommer langsam in den Herbst übergeht.