Mühldorf, 22. Oktober 2026 – Der Naturpark Jauerling-Wachau feiert 15 Jahre „Jauerlinger Saftladen“ und präsentiert den neuen Apfelsaft, dessen Etikett heuer die Fransenfledermaus ziert. Mit Unterstützung der BILLA-Stiftung Blühendes Österreich und Henkel sollen nun Aktionen für den Erhalt der Jauerlinger Streuobstwiesen fortgeführt werden.
Seit 15 Jahren verbindet der Jauerlinger Saftladen Umweltbildung, regionale Wertschöpfung und Naturschutz. Gemeinsam sammeln Schüler:innen der Naturpark-Schulen Äpfel von regionalen Streuobstwiesen und lassen daraus naturtrüben Apfelsaft herstellen. Zum Jubiläum präsentiert der Naturpark Jauerling-Wachau den neuen Jahrgang mit einem besonderen Motiv: Die Fransenfledermaus ziert das diesjährige Saftetikett. Mit Unterstützung der BILLA-Stiftung Blühendes Österreich und Henkel soll das erfolgreiche Projekt weitergeführt und der Erhalt der Streuobstwiesen am Jauerling gezielt gestärkt werden.
15 Jahre Umweltbildung, die Früchte trägt
Was 2011 begann, ist heute ein etabliertes Umweltbildungsprojekt mit beeindruckender Bilanz: Rund 40.000 Liter Apfelsaft wurden in den vergangenen 15 Jahren gepresst, mehr als 3.000 Schüler:innen haben sich beteiligt. Jedes Jahr gestalten die Kinder im Rahmen eines Malwettbewerbs die Etiketten für den neuen Saftjahrgang. So erfahren sie unmittelbar, woher ihre Lebensmittel kommen, und entdecken, welche Bedeutung Streuobstwiesen für die Artenvielfalt und die regionale Kulturlandschaft haben.
Trotz der anhaltenden Trockenheit im heurigen Sommer konnten rund 3.000 Kilogramm Äpfel gesammelt und zu rund 1800 Litern frischem Naturpark-Apfelsaft verarbeitet werden. Dieser steht nun den Schulen im Naturpark zur Verfügung. Wer den Geschmack der regionalen Streuobstwiesen selbst erleben möchte, kann den Saft auch bei ausgewählten Naturpark-Partnerbetrieben, etwa im Naturpark-Gasthaus am Jauerling, genießen.
Das diesjährige Etikett rückt die Fransenfledermaus in den Mittelpunkt. Die geschützte Fledermausart profitiert von strukturreichen Landschaften mit alten Obstbäumen, die ihr Nahrung und geeignete Jagdlebensräume bieten. Passend dazu begleitet die
Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ) das Projekt 2026. Die Kunstmeile Krems unterstützt den Malwettbewerb bereits seit Beginn und bringt ihre Expertise bei der Bewertung der künstlerischen Arbeiten ein.
„Der Jauerlinger Saftladen macht Biodiversität für Kinder unmittelbar erlebbar. Beim Sammeln und Verarbeiten der Äpfel lernen sie den Wert unserer Streuobstwiesen kennen und entwickeln ein Bewusstsein für ihren Schutz. Wir freuen uns, dieses erfolgreiche Projekt gemeinsam mit unseren Partnern fortzuführen und weiterzuentwickeln. Unser besonderer Dank gilt allen Schulen, Gemeinden und Projektpartnern, die den Jauerlinger Saftladen seit 15 Jahren mittragen“, betont Mathilde Stallegger, Geschäftsführerin des Naturparks Jauerling-Wachau.
Mehr als Apfelsaft: Streuobstwiesen als wertvolle Lebensräume erhalten
Streuobstwiesen prägen seit Generationen die Kulturlandschaft am Jauerling. Mit ihrer Vielfalt an alten Obstsorten, höhlenreichen Bäumen, Totholz und blütenreichen Wiesen bieten sie wertvolle Lebensräume für Fledermäuse, Vögel und zahlreiche Insekten. Gleichzeitig sind diese artenreichen Kulturlandschaften zunehmend auf gezielte Pflege und eine regelmäßige Bewirtschaftung angewiesen.
Hier setzt der Jauerlinger Saftladen an: Indem die Äpfel regionaler Streuobstwiesen gemeinsam geerntet und verarbeitet werden, wird ihre Nutzung unterstützt und ihre Bedeutung für die Region sichtbar gemacht. Zugleich vermittelt das Projekt Kindern und Jugendlichen, wie eng traditionelle Bewirtschaftung, regionale Lebensmittel und der Erhalt der Artenvielfalt miteinander verbunden sind.
Über die Umweltbildung hinaus sollen nun auch konkrete Maßnahmen zur Pflege und Revitalisierung ausgewählter Streuobstwiesen sowie Pflanzaktionen dazu beitragen, diese wertvollen Lebensräume langfristig zu sichern.
Starke Partnerschaften für die Zukunft
Mit der BILLA-Stiftung Blühendes Österreich und Henkel gewinnt der Jauerlinger Saftladen zwei Partner, die sich für Biodiversität und Naturschutz engagieren. Ihre Unterstützung trägt dazu bei, das Umweltbildungsprojekt fortzuführen und konkrete Maßnahmen zum Erhalt der Streuobstwiesen umzusetzen.
„Die Streuobstwiesen am Jauerling verbinden Artenvielfalt, traditionelle Bewirtschaftung und regionale Identität. Mit unserer Unterstützung möchten wir durch die Revitalisierung ausgewählter Flächen und Pflanzaktionen diese wertvollen Elemente unserer Kulturlandschaft erhalten und Menschen für ihren Schutz begeistern“, erklärt Ronald Würflinger, Generalsekretär von Blühendes Österreich und ehemaliger Geschäftsführer des Naturparks Jauerling-Wachau.
Auch Henkel setzt sich im Rahmen seines Nachhaltigkeitsengagements für Biodiversität und Naturschutz ein und unterstützt bereits mehrere österreichische Naturparke.
Auch Henkel setzt sich im Rahmen seines Nachhaltigkeitsengagements für Biodiversität und Naturschutz ein und unterstützt bereits mehrere österreichische Naturparke. „Biodiversität und Naturschutz sind wichtige Bestandteile unseres Nachhaltigkeitsengagements. Mit unserer Unterstützung möchten wir wertvolle Lebensräume erhalten und zugleich die Umweltbildung für kommende Generationen stärken“, betont Berthold Benedek, Channel Lead Sales, Henkel.
Neben den neuen Partnern unterstützen das Land Niederösterreich und die Europäische Union den Jauerlinger Saftladen bereits seit seiner Entstehung im Jahr 2011. Dieses gemeinsame Engagement schafft eine wichtige Grundlage dafür, das Projekt langfristig weiterzuentwickeln und die Streuobstwiesen am Jauerling als wertvolle Lebensräume und prägende Bestandteile der regionalen Kulturlandschaft zu erhalten.
Das Projekt „Jauerlinger Saftladen“ wird im Rahmen von Werkstatt Innovation Natur WIN #landwirtschaft unterstützt und begleitet. WIN ist ein Gemeinschaftsprojekt von BILLA Stiftung Blühendes Österreich, Impact Hub Vienna und BirdLife Österreich. Mit WIN werden zwischen 2026 und 2029 österreichweit Projekte zu Landwirtschaft und Naturschutz unterstützt. BILLA Stiftung Blühendes Österreich stellt dafür € 1 Mio. zur Verfügung. Die Begleitung wird mit Unterstützung von Bund, Ländern und Europäischer Union umgesetzt und über das Programm "Biodiversität jetzt!" kofinanziert.